Über acting up productions
Die Theaterstücke von acting up erforschen neue Wege an der Schnittstelle von theatralem, filmischem und musikalischem Erzählen. Dabei werden die Geschichten, in denen scheinbar „aus dem Leben gegriffene“ Personen auf die Bühne kommen, in mehreren Schichten konstruiert. Im Spiel von Bühnengeschehen, Videoprojektionen und virtuellen Räumen präsentieren die Protagonisten sich selbst und ihre Erzählung, wobei jedoch immer wieder Brüche spürbar werden, die ihre Selbst-Wahrnehmung zunehmend in Frage stellen. In den Köpfen des Zuschauers entstehen so komplexe und beunruhigende seelische Landschaften, und er muss sich „die Wahrheit“ selbst aus den widersprüchlichen Informationen zusammensetzen.
Unsere Inszenierungen kreisen um die Brüchigkeit von Identität in einer von Bildern überfluteten Welt und nehmen die Wirkung von medial konstruierten Wirklichkeiten unter die Lupe.
Mit unseren Arbeiten möchten wir die Lücke zwischen „Hochkultur“ und Projekten mit dem Stempel „Soziokultur“ schließen, um ein Publikum zu erreichen, dessen Sehgewohnheiten durch die Massenmedien geprägt sind.
Als mobile Produktionen sind unsere Theaterstücke so konzipiert, dass sie in den verschiedensten Räumlichkeiten (Kinos, Kulturzentren, Jugendclubs, Klassenzimmer, Aulen etc.) gespielt werden können. Jede unserer Vorstellungen beinhaltet ein Nachgespräch sowie Begleitmaterialien, um die Themen und Stücke nach- bzw. auch vorzubereiten.
Ferner bietet acting up allgemeine und themenbezogene Theater-Workshops für Kinder und Jugendliche an. Darin beschäftigen wir uns u. a. mit Liebe, Freundschaft, Gewalt und der Wirkung von Medien.
Gerne kommen wir mit einem individuell passenden Konzept für Ihre Gruppe zu Ihnen. Sprechen Sie uns einfach mit Ihren Wünschen an!
Wir freuen uns auf eine Zusammenarbeit!
Brigitta Gillessen und Nina Fischer

Brigitta Gillessen (Regie, Produktion)
Absolventin der Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, arbeitet seit 2004 als Regisseurin und Schauspieldozentin. An der Oper Köln inszenierte sie 2010 die Märchenoper "Aschenputtel" von Wolf-Ferrari. Am Landestheater Linz (Österreich) entstanden unter ihrer Regie die Uraufführung "Die listige Witwe" von Peter Androsch, "Jakob Lenz" von Wolfgang Rihm und "Geschichte vom Soldaten" von Strawinsky. Am Stadttheater Bad Hall inszenierte sie "Die Gärtnerin aus Liebe" von W. A. Mozart. Außerdem erarbeitete sie mit Studenten zeitgenössische Interpretationen von Monteverdis VIII. Madrigalbuch unter dem Titel "Von Himmel und Hölle" sowie der Oper "Così fan tutte" und des Pastoralstückes "Bastien und Bastienne" von Wolfgang Amadeus Mozart. Brigitta Gillessens Schaffen bewegt sich an der Schnittstelle von Theater, Video und Musik. Neben der klassischen Musik lässt sie sich dabei auch von aktuellen Musikrichtungen (Independent, experimentellem Rock und elektronischer Musik) inspirieren.

Nina Fischer (Theaterpädagogik, Produktion)
Nina studierte Schauspiel an der „Etage“ in Berlin und ist ausgebildete Pädagogin. Bevor sie selbst auf die Bühne ging, entstanden unter ihrer Leitung u. a. die Theaterproduktionen „Oh wie schön ist Panama“, „Alice im Wunderland“ und „Einer flog über das Kuckucksnest“ in verschiedenen Kinder- und Jugendeinrichtungen. Als freie Schauspielerin arbeitet Nina in den Bereichen Theater-, Musical-, und TV. Insgesamt kann Nina auf Engagements in diversen Theater- und Musicalproduktionen zurückblicken und spielte u. a. die Lady Macbeth in „Macbeth“, Luise in „Kabale und Liebe“, die Polarforscherin Uta in dem deutschlandweit gastierten Musical „Frohe Weihnachten kleiner Eisbär“ und Danny Dynamite in „Explosion“, der musikalischen Produktion von Christian Eitner /Jazzkantine. Aktuell ist sie seit 2008 in der Gastspielproduktion „Alkohölle“ von theaterspiel in der Rolle der Lena zu sehen. Theater ist für sie vor allem einen Ort, an dem sie mit Menschen gemeinsam etwas entwickeln kann, und ein Medium, das die Zuschauer auf unkonventionelle Weise ansprechen und ihnen einen neuen Blick auf sich selbst und ihre Umwelt ermöglicht.